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Stellungnahme zur Veranstaltung der Black Student Union

Verfasst: Sa 25. Nov 2017, 19:01
von Paulchen Panda
Am 01.12.2017 findet im Souterrain eine Veranstaltung der Black Student Union (BSU) statt, bei der es die Einlassbeschränkung „For Black People Only“ geben wird, was zu einiger Kritik geführt hat, die an die BSU als Veranstalterin aber auch an das Souterrain als Veranstaltungsort gerichtet war. Diese Kritik hat vor allem die Art der Einlassbeschränkung zum Gegenstand, die eine Einteilung von Menschen anhand derer Hautfarbe vornimmt. Wir möchten hiermit unsere Gründe darlegen, warum wir die Kooperation mit der BSU eingegangen sind und warum wir auch weiterhin hinter der Veranstaltung stehen.

Schwarze machen in dieser Gesellschaft täglich Rassismus-Erfahrungen. Bei der Veranstaltung am 1.12 geht es aus unserer Sicht um Folgendes: Black People nehmen sich einen sicheren Raum zum Austausch von Erfahrungen, zum Feiern und Spaß haben. Und dies ohne den Rassismen insbesondere der weißen Mehrheitsgesellschaft ausgesetzt zu sein. Derartige Veranstaltungen haben nach unserer Ansicht das gleiche Anrecht und den gleichen Wert wie zum Beispiel Frauen*räume und LGBTQI*-Stunden (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transpersonen, Queere Menschen, Intersexuelle und andere) in der Bibliothek des Autonomen Feministischen Referats.

Unserem Verständnis nach geht es bei Rassismus nicht nur um die bloße Einteilung von Menschen aufgrund ihrer äußerlichen Merkmale (der dann Verallgemeinerungen und Zuschreibungen folgen), sondern auch darum, dass sich auf Basis dieser Einteilung asymmetrische Machtstrukturen etabliert haben, etabliert wurden und immer noch etabliert werden. In diesem Machtgefälle werden weiße Menschen privilegiert und People Of Colour strukturell und direkt diskriminiert. Aus diesen Gründen kann es unserer Meinung nach in einer weißen Mehrheitsgesellschaft keinen strukturell diskriminierenden Rassismus gegen Weiße geben.

Antirassistische Grüße,
die Souti-Crew